24. Nationaler und 7. Regionaler Bayerischer Akademietag
Die Angebote im Detail:
Agentengetriebene Softwareentwicklung
Dr. Jörg Tuttas, Multi Media Berufsbildende Schulen Hannover,
https://www.mmbbs.de
- Leiter des Bildungsgangs Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse
Workshop
- Teilnehmende bekommen einen Einblick in die KI unterstütze Softwareentwicklung mittels Agenten.
- Teilnehmende nutzen MCP-Server zur Erweiterung der Agentenfunktionalität
Künstliche Intelligenz verändert die Softwareentwicklung grundlegend: Weg von der reinen Codegenerierung hin zu autonomen Agenten. In diesem praxisorientierten Workshop erhalten die Teilnehmenden einen fundierten Überblick über aktuelle KI-Agenten wie GitHub Copilot, Codex, Gemini und Claude und erleben deren Einsatz live in einem realistischen Entwicklungsszenario.
Im Mittelpunkt steht ein Hands-on-Workshop, in dem ausgehend von professionellen Anforderungsdokumenten (PRD, SRS) eine vollständige Anwendung mit Hilfe von KI-Agenten erstellt wird. Dabei lernen die Teilnehmenden nicht nur effektives Prompting, sondern auch, wie Agenten Werkzeuge nutzen – etwa über das Model Context Protocol (MCP) – um Dokumentation zu erzeugen oder Anwendungen automatisiert in der Cloud (z. B. Azure) bereitzustellen.
Abschließend diskutiert der Workshop die Auswirkungen agenten-getriebener Entwicklung auf die Ausbildung von Fachinformatikerinnen und Fachinformatikern: Welche Kompetenzen bleiben zentral? Welche neuen Fähigkeiten werden unverzichtbar? Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte, Ausbilder:innen und IT-Interessierte, die Softwareentwicklung zukunftsorientiert denken und vermitteln möchten.
Verwendete Werkzeuge und Hardware
- Gemini CLI, ggf. VS-Code und git
Hinweis
Für die aktive Teilnahme ist ein Notebook notwendig, auf dem das Recht besteht, Software zu installieren.
Building the Era of Agentic AI
Rik Bleeker, Oracle Academy
Oracle Academy
- Manager für die BeNeLux- und DACH-Regionen
- leitet Initiativen, die Schüler, Lehrkräfte und Fachkräfte durch digitale Kompetenz, Technologiebildung und Kompetenzentwicklung stärken. Lehrkräfte haben (kostenlosen) Zugang zu allen Oracle Academy-Technologien über Oracle Academy
Bojan Milijas, Oracle
Oracle
- Principle Solution Engineer Oracle München
- Database Platform Account Cloud Engineer bei Oracle
- lehrt Datenbanken sowie Datenmanagement an der Hochschule München
Workshop
Großartige Unternehmen warten nicht auf die Zukunft – sie gestalten sie aktiv. Dieser Workshop zeigt, wie agentische KI über reine Automatisierung hinausgeht und zu intelligentem Handeln führt. Wir präsentieren reale Anwendungsfälle, in denen KI-Agenten planen, entscheiden und ausführen – sicher und skalierbar – in verschiedenen Branchen, von Gesundheitswesen über Finanzwesen bis hin zu operativen Bereichen.
Erfahren Sie, wie Führungskräfte Daten durch autonome KI-Workflows in entschlossenes Handeln umwandeln, indem sie Komplexität reduzieren und gleichzeitig Zuverlässigkeit und Sicherheit erhöhen. Dadurch werden Innovationszyklen von Monaten auf Minuten verkürzt.
* Praktische Hands-on-Session zur Demonstration der KI-Funktionen von Oracle AI Database 26ai, ORACLE APEX und Oracle Cloud Infrastructure (OCI) inklusive!
Hinweis
Teilnehmende benötigen einen eigenen Laptop und eine Registrierung auf cloud.oracle.com, wenn sie die KI-Funktionen sofort ausprobieren möchten.
CCST IT Support: Inhalte, Didaktik und Zertifizierung im Überblick
Daniel Rath, BBS Montabaur
- Informatiklehrer
Jonas Stellmacher, CERTNET GmbH
Der Workshop gibt einen kompakten Überblick über die Module des CCST IT Support Kurses mit Fokus auf:
- Customer Service und strukturierte Supportprozesse
- Systematisches Troubleshooting als durchgängiges Prinzip
- Betriebssysteme (Windows, Linux, macOS, Mobile)
- Netzwerke, Services und Security im Supportkontext
- Hardware, Peripherie und Upgrades
Ergänzend werden zentrale Hinweise zur Vorbereitung und Durchführung der Zertifizierungsprüfung (CCST IT Support, z. B. 100-150) gegeben.
Impulsvortrag mit kompakten Inhaltsübersichten und praxisnahen Beispielen. Ergänzend Hinweise zur Prüfung sowie zur didaktischen Umsetzung im Unterricht.
Cloudbasierte und KI-unterstützte Netzwerkadministration und Troubleshooting
Christian Goldberg, Sr. Leader, Solutions Engineering, Cisco Systems
Früher einst selbst Berufsschüler auf dieser Schule, leitet Christian Goldberg heute bei Cisco den technischen Vertrieb für die größten und strategischsten deutschen Kunden. In seiner Rolle beschäftigt er sich viel mit den Mehrwerten von Cloud und KI in großen, komplexen Netzwerken.
Beschreibung des Angebots
Die Teilnehmer bekommen einen Einblick in die Herausforderungen von Unternehmen und wie diese mit moderner Netzwerktechnik rund um Cloud und KI behoben werden können. Der Workshop wird interaktiv und mit Live-Demos gestaltet.
- Herausforderungen von Unternehmen
- Möglichkeiten und Mehrwerte mit cloud-managed Networking
- KI im Netzwerk
- Wie KI beim Betrieb von komplexen Netzwerken helfen kann
CloudStack für die Virtualisierung im Unterricht: Eine Alternative zu Proxmox
Andrè Pfannkuchen, OSZ IMT Berlin
OSZ IMT Berlin
- Lehrer am OSZ IMT – Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik in Berlin
- Unterrichtet in den Bildungsgängen Fachinformatiker Systemintegration und Informationstechnischer Assistent (ITA)
- Schwerpunkte in den Lernfeldern LF 3, 10, 11 und 12
Die Teilnehmenden
- erhalten einen Überblick über Apache CloudStack als Virtualisierungslösung
- verstehen Unterschiede und Vorteile gegenüber Proxmox, VMware und Hyper‑V
- lernen die praktische Umsetzung im Unterricht kennen (ITA/Fachinformatiker)
Inhalte:
- Vorstellung von Apache CloudStack und Aufbau der Architektur
- Vergleich: CloudStack vs. Proxmox vs. VMware/Hyper‑V im Schulbetrieb
- Hinweise zu Hardware, Ressourcen und Administration
- Einsatzszenarien für Lernfelder (z. B. Serverdienste, Netze, Virtualisierung)
- Praxisbeispiel aus dem Unterricht:
- Template‑Bereitstellung
- Netzwerk‑Management
- Selbstständiges Erstellen und Verwalten von VMs
- Kooperatives Arbeiten mit Projekten
- Beispielaufgaben aus dem Unterricht (DMZ, Firewall, Ansible …)
Einbindung des „Ethical Hacker“ (Cisco) im Unterricht
Thomas Haberberger, M. Ed., Städt. Berufsschule für Informationstechnik München
- Berufsschullehrer, Mitarbeiter der Schulleitung, ehemals Fachbetreuer für IT-Security
- Unterrichtete Fächer: IT-Systeme, IT-Security, EB, sowie ehemals Wahlfach Cisco (CCNA)
Bernd Heider, M.Ed., Städt. Berufsschule für Informationstechnik München
- Berufsschullehrer für Fachinformatiker*innen Anwendungsentwicklung, Daten- und Prozessanalyse & IT-Systemelektroniker*innen, Fachbetreuer für IT-Security
- Unterrichtente Fächer: Anwendungsentwicklung & Programmierung, IT-Security
Workshop
Die Teilnehmer erhalten einen praxisorientierten Überblick über den Einsatz des Ethical Hackers (Netacad) im Unterricht (3. AB-Jahr ITSE, FISI und FIDV + Wahlkurskonzept Cisco).
Die Teilnehmer erhalten einen kurzen Überblick über den Kurs mit Vor- und Nachteilen der einzelnen Module im Bezug auf den Einsatz im Unterricht oder in entsprechenden Fortbildungsangeboten. Dabei wird der Einsatz an der BSINFO im Unterricht vorgestellt und die Möglichkeiten, unterschiedliche Ansätze zu fahren. Danach arbeiten die Teilnehmer*innen in Partnerarbeit an Praxisbeispielen aus dem Kurs, die sich für den Einsatz im Unterricht oder Fortbildungen gut eignen. Dabei wird Fokus auf die Erstellung der Labor-Umgebung und deren Herausforderungen gelegt.
Dieser Workshop ist insbesondere den Lernfeldern „Betrieb und Sicherheit vernetzter Systeme gewährleisten“ (LF 11, 11b, 11d) der bayerischen Berufsschulen für Fachinformatiker*innen der Fachrichtung Systemintegration und den IT-Systemelektroniker*innen zuzuordnen, der Fokus auf IT-Security ist aber in allen Berufen immer mehr zentraler Punkt in der Arbeitswelt. Vor allem im Hinblick auf den Wandel durch den Einsatz von KI in Kombination mit dem Zusammenspiel mit der IT-Security, werden die Inhalte des Kurses immer relevanter. Die fehlende Einordnung im Lernfeldunterricht bei den restlichen IT-Berufen wird an der BSINFO/BSFiSi durch den Besuch des Cisco-Wahlkurses kompensiert, wodurch eine äquivalente Ausbildung in IT-Security-Inhalten gewährleistet werden kann. Dieses Konzept wird ebenso im Kurs vorgestellt und als mögliche Erweiterung behandelt.
Verwendete Werkzeuge und Hardware
- Labor-PC (CPU ist ausreichend, keine dedizierte GPU notwendig)
- Kali Linux
- NMAP
- Wireshark
- SET (Social Engineering Toolkit)
Dieser Workshop richtet sich an alle, die planen, IT-Security-Kurse im Unterricht oder für eine interne Unternehmensfortbildung einzusetzen und sich mit dem Ethical Hacker noch nicht näher auseinandergesetzt haben. Die Teilnehmer haben grundlegende Kenntnisse im Einsatz mit IT-Security und den entsprechenden Tools. Der Workshop stellt die Möglichkeiten aber auch die Gefahren dar, welche sich durch den Einsatz des Kurses im Lernfeldunterricht ergeben.
Einstieg in die Proxmox-Nutzung für VMs im Unterricht
Martin Hülsmann, BBS Meppen
Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen mit Orange 3 erkunden
Florian Reichl, ALP Dillingen
Workshop
- Teilnehmende bekommen einen Einblick in die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen (ML).
- Teilnehmende erkunden Orange 3 als Werkzeug um mit KI und ML zu experimentieren.
Anregung: versuchen wir, eine Beschreibung mit einer Einordnung in unsere Koordinatensysteme. Aber bitte nicht zwanghaft.
- Ebene:
- Bereitstellen von Orange 3 Software auf dem eigenen Rechner
- Anwenden von Orange 3
- Entwickeln von neuen Lösungen mit Orange 3
- Prozess: Data Understanding, Data Preparation und Modelling
- Anwendungskontext des KI-Systems (Periodensystem): Data Analytics (Da), Relationship Learning (Lr), Category Learning (Lc)
- Komplexität: relativ einfach, keine Programmierkenntnisse erforderlich
- Methode im Workshop: Präsentation und Übung
- Lehrplanbezug
Verwendete Werkzeuge und Hardware
- Orange 3 Software und PC/Notebook
Zielgruppe
- Lehrkräfte mit Interesse an der Funktionsweise von KI
Hands-on Data Science Workflow mit Python
Christian Möstl, Städt. Berufsschule für Informationstechnik München
- Berufsschullehrer primär für Fachinformatiker*innen Anwendungsentwicklung und Daten- und Prozessanalyse. Unterrichtete Fächer: Anwendungsentwicklung & Programmierung, Datenanalyse, IT-Technik sowie Wahlfach Cisco (CCNA)
Dipl.-Ing Matthias Holzer, Städt. Berufsschule für Informationstechnik München
- Berufsschullehrer für Fachinformatiker*innen Anwendungsentwicklung und Daten- und Prozessanalyse. Unterrichtende Fächer: Anwendungsentwicklung & Programmierung, Prozessanalyse, IT-Technik/Cyber-physische Systeme
Workshop
Die Teilnehmer erhalten einen praxisorientierten Überblick über den Data Science Workflow (CRISP-DM), von der Datenvorverarbeitung, Training des Modells bis hin zur Modellbewertung.
Die Teilnehmer arbeiten in Partnerarbeit aktiv mit einem bewusst unvollständigen Jupyter Notebook, das gezielt Lücken und Aufgaben enthält, die durch interaktive Hilfestellungen unterstützt werden. Die Aufgaben konzentrieren sich auf eine Klassifikationsaufgabe im Bereich des Supervised Learnings, bei der die Teilnehmer*innen sukzessive ein Modell entwickeln und evaluieren. Dieser praxisorientierte Ansatz fördert das Verständnis für die Anwendung maschinellen Lernens und dessen Rolle in realen Datenanalyseprozessen.
Dieser Workshop ist insbesondere den Lernfeldern „Werkzeuge des maschinellen Lernens einsetzen“ (LF 10c) und „IT-Projekt“ (LF 12c) der bayerischen Berufsschulen für Fachinformatiker*innen der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse zuzuordnen, aber in einer zunehmend datengetriebenen Welt, in der KI immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist es für (Fach-)Informatiker*innen – egal welcher konkreten Ausbildungsrichtung – unerlässlich, diese Technologien zu verstehen und anzuwenden. Insbesondere die Entwicklung und Optimierung von Sprachmodellen, wie BERT oder GPT, und deren Einsatz in verschiedenen Branchen zeigt, wie wichtig fundierte Kenntnisse im Bereich der Datenanalyse und des Machine/Deep Learnings sind.
Verwendete Werkzeuge und Hardware
- Labor-PC (CPU ist ausreichend, keine GPU notwendig)
- Python
- Anaconda
- Jupyter Notebook
- State of the Art Machine-Learning Bibliotheken wie bspw. Scikit-learn, NumPy, PyTorch
Dieser Workshop richtet sich an alle, die bereits grundlegende Programmierkenntnisse mitbringen und den praktischen Umgang mit Daten und Machine Learning erlernen möchten. Kenntnisse in Python-Programmierung sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
Die Teilnehmer arbeiten an den ihnen vom Workshop zur Verfügung gestellten Laborrechnern und deshalb sind die notwendigen Tools bereits installiert.
IT meets OT – Industrial Networking mit Packet Tracer 9.0
Andrè Pfannkuchen, OSZ IMT Berlin,
http://www.oszimt.de
- Lehrer am OSZ IMT – Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik in Berlin
- Unterrichtet in den Bildungsgängen Fachinformatiker Systemintegration und Informationstechnischer Assistent (ITA)
- Schwerpunkte in den Lernfeldern LF 3, 10, 11 und 12
Michael Bolien, OSZ IMT Berlin,
http://www.oszimt.de
- Lehrer am OSZ IMT – Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik in Berlin
- Unterrichtet in den Bildungsgängen Fachinformatiker Systemintegration und Informationstechnischer Assistent (ITA)
- Schwerpunkte in den Lernfeldern LF 3, 7, 9,10-11
Am Ende des Workshops sind die Teilnehmer in der Lage:
- den Cisco-Kurs INDUSTRIAL NETWORKING ESSENTIALS einzuordnen und den Be-zug zum Lernfeld 7 „Cyber-physische Systeme ergänzen“ herzustellen
- industrielle Netzwerkstrukturen zu analysieren und Risiken unsegmentierter Netzwerke zu erkennen
- Netzwerksegmentierung mit VLANs umzusetzen und diese im Kontext des Purdue-Referenzmodells zu verstehen
- industrielle Kommunikationsprotokolle (Modbus TCP und MQTT) im Packet Tracer zu simulieren und deren Einsatz einzuordnen
- grundlegende Sicherheitsprinzipien in industriellen Netzwerken zu verstehen
- Redundanzmechanismen in industriellen Netzen am Beispiel von Ringtopologien und REP konzeptionell zu erklären
Inhalte:
- Vorstellung Packet Tracer 9.0
- Vorstellung Cisco-Kurses INDUSTRIAL NETWORKING ESSENTIALS
- Bedeutung der IT/OT-Konvergenz für industrielle Netzwerke
- Vorstellung eines praxisnahen Szenarios: Digital Twin einer automatisierten Fertigungszelle
- Praxisbeispiele
- Simulation von OT-Protokollen (Modbus TCP, MQTT)
- Demonstration einer Ringtopologie: Hochverfügbarkeit am Beispiel von REP
Verwendete Werkzeuge und Hardware
- Packet Tracer 9.0.0
KI verändert IT‑Berufe – und fordert die Ausbildung heraus: Von neuen Skillprofilen zu zeitgemäßem Unterricht
Norbert Barnikel ist Senior Management Advisor bei der Computacenter AG, einem international ausgerichteten, führenden Technologie- und Servicedienstleister, dem große Unternehmen und öffentliche Auftraggeber vertrauen.
Auf namhaften Events vermittelt der Thought-Leader und Privatdozent an zwei Hochschulen profundes Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis zu Digital-Business-Innovation, angewandter Künstlichen Intelligenz (Agentic AI, Multi-Agent-Systems, AI Management Systems, FinOps for AI, …) sowie digitaler „Science-Faction“. Außerdem veröffentlicht Norbert als (Co-)Autor und Content-Creator vielbeachtete Studien, Fachartikel und Playbooks zu diesen Themen.
Ziele:
- verstehen, wie KI konkret Aufgaben, Rollen und Skillprofile in IT‑Berufen verändert
- einordnen können, welche Kompetenzen für Entry-Level-IT künftig zentral sind (Analyse, Bewertung, Verantwortung)
- unterscheiden, welche Unterrichts‑ und Prüfungsformate im KI-Zeitalter nicht mehr funktionieren
- wie kann man KI‑robuste Aufgabenstellungen gestaltet (Begründung, Vergleich, Reflexion)
- sicherer werden, KI didaktisch sinnvoll – nicht tool‑getrieben – im Unterricht einzusetzen
Inhalte
- KI & IT‑Berufe heute
- Wie KI Aufgaben, Rollen und Skillprofile in IT‑Berufen verändert
- Warum Jobs bleiben, sich aber Tätigkeiten verschieben
- Neue Kompetenzanforderungen
- Von Ausführung zu Analyse, Bewertung und Verantwortung
- Welche Skills Entry‑Level‑IT künftig wirklich braucht
- Didaktischer Wendepunkt
- Warum klassische Aufgaben und Prüfungen an Grenzen stoßen
- Was „KI‑robuste“ Aufgaben ausmacht
- Unterricht mit KI – aber sinnvoll
- Gute vs. schlechte Einsatzszenarien von KI im Unterricht
- Beispiele für lernwirksame Aufgabenstellungen
- Implikationen für Ausbildung & Schule
- Rolle der Lehrkraft im KI‑Zeitalter
- Was Lehrkräfte und Institutionen jetzt brauchen
- Fazit & Diskussion
- Zentrale Takeaways o Austausch mit den Teilnehmenden
PPT-Vortrag, Vibe-Coding & Live Demonstration
MCP in der Netzwerktechnik-Ausbildung: Von der DevNet-Pipeline zum intelligenten Labor
Michael Lotter und Florian Reichl, ALP Dillingen
Michael Lotter und Florian Reichl sind Akademiereferenten an der ALP, der zentralen Fortbildungsinstitution für Lehrkräfte in Bayern. Im Zusammenhang mit dem Cisco Networking Academy Program nimmt Michael Lotter die Rollen eines ITC-Trainers ein und betreut die bayerischen Schulen als ASC.
Workshop
Der Workshop vermittelt Grundlagen des Model Context Protocol (MCP) und dessen Anwendung in DevNet-Workflows. Die Teilnehmenden erstellen ein KI-gestütztes CCNA-Labor in Cisco Modeling Lab und analysieren die Kommunikation zwischen LLM, MCP-Client und Server. Schwerpunkte sind CI/CD-Pipeline-Konzepte für Netzwerktechnik sowie praktische Einsatzszenarien in Unterricht und Automatisierung.
Lernziele:
- CI/CD-Pipeline-Konzepte und MCP-Architektur erklären
- Labor-Topologien mit Cisco Modeling Lab erstellen
- Kommunikationsabläufe zwischen LLM und MCP-Server nachvollziehen
- Einsatzszenarien im Unterricht und in DevNet-Workflows bewerten
Voraussetzungen:
- Fachlich: Grundkenntnisse Netzwerktechnik, Erfahrung mit Netzwerk-Laboren
- Technisch bei Nutzung der gestellten Laptops: 12 vorkonfigurierte Laptops werden bereitgestellt (bei Nutzung eines MCP-fähigen AI-Agent-Host ist ein Account zum LLM-Provider erforderlich, hier zu Anthropic).
- Technisch bei Nutzung eines eigenen Endgerätes:
- z. B. Claude Desktop (inkl. Account), Alternative: einen MCP-fähigen Host
- Bruno (Open-Source API Client), Alternative: Postman
- Cisco Modeling Lab (CML) free 2.9, Alternative: GNS3 oder Eve NG
- Python 3.11 oder höher, www.python.org/downloads
- Rest über requirements
- Git, git-scm.com/downloads
- CML-MCP-Server, github.com/xorrkaz/cml-mcp.git
- Ollama ollama.com/download plus Modell
- Alternative LM Studio, lmstudio.ai
- MCP Inspector, modelcontextprotocol.io/docs/tools/inspector
- Wireshark, www.wireshark.org/download.html
My spare time musings are non of your business
Sven Thielen, Hochschule Niederrhein
Ich habe Medientechnik/-informatik mit den Schwerpunkten Netzwerkaudio, IT-Sicherheit und Datenschutz studiert. Wenn ich Projekten angehe, verwende ich Free/Libre Open Source Software (FLOSS) und GNU/Linux. Als this.ven gehe ich als FLOSS-Musiker, Tüftler und Datenschutz-Verfechter voran. Bei Auftritten und Produktionen verwende ich FLOSS-Setups und Workflows, gebe Hintergrundinformationen und teile das Wissen, das ich auf meinem Weg sammle, um Musik ohne Abhängigkeiten von Big Tech, Hersteller Lock-Ins, Datenabflüsse usw. zu schaffen.
Den Teilnehmenden wird bewusst, wie tief sich proprietäre Software sowie geschlossene Ökosysteme insbesondere im Bildungssektor eingenistet haben, um Marktdominanz und Abhängigkeiten systemisch zu erhalten. Durch die Telemetrieanalyse wird eine Möglichkeit vorgestellt, ungewollte Datenabflüsse transparent zu machen und mit der Vorstellung des Fediverse erhalten die Teilnehmenden einen Überblick zu Alternativen, um Big Tech mit Hilfe disruptiver Technologien, Self-Hosting, und Open Source Communitys obsolet zu machen.
Ich arbeite seit jeher mit FLOSS – nicht nur, aber insbesondere beim Musikschaffen. Während meines Studiums war ich gezwungen, mit Closed Source Programmen zu arbeiten und wurde oft belächelt, nicht „den Industriestandard“ zu verwenden. Mit den Methoden der Netzwerkforensik und aus reiner Neugier habe ich die Telemetrie proprietärer Musikprogramme untersucht und weiß wieder, warum man keiner Software trauen kann, die ihren Quellcode geheim hält. Nicht zuletzt zwingen namhafte Hersteller:innen ihre Anwender:innen in teure Abo-Modelle, Vendor Lock-Ins und Walled Gardens. Dabei gibt es ebenso professionelle freie Software und im Hinblick auf Social Media alternative Lösungen zu Twitter/X, YouTube und Soundcloud, die das Fediverse bilden. Im Vortrag erläutere ich meine persönliche Motivation für FLOSS, zeige die Telemetrie-Analyse und Probleme proprietärer Software allgemein. Anschließend gehe ich zu den Lösungen über und stelle diese praktisch vor. Dazu werde ich einen eigenen Song (GEMA-frei) live performen, aufnehmen und über das Fediverse veröffentlichen. Die Teilnehmenden können Zwischenfragen stellen und erhalten Anregungen, um im Anschluss selbstständig die vorgestellten Tools und Methoden anzuwenden. Mein Musikschaffen ist hierbei als ein Beispiel für Freizeitbeschäftigungen, die man digital mit echten Menschen, nicht Algorithmen, teilen möchte ohne von Big Tech ausspioniert und ausgebeutet zu werden.
Pädagogisches Konzept und technische Umsetzung mit VDI
Referenten: Dietmar Reich, David Berno und Andreas Kreitmair, BS Fisi und BS Info München
Praxis-Guide Object Detection: Der komplette Workflow mit YOLO
Rolf Schuller, Rudolf-Diesel-Fachschule, Nürnberg
- Rolf Schuller ist Fachrichtungsleiter für die Bereiche Elektrotechnik und Informatiktechnik an der Rudolf-Diesel-Fachschule in Nürnberg.
- Er unterrichtet Netzwerktechnik sowie IT und bringt sein persönliches Interesse an Künstlicher Intelligenz in die Ausbildung ein, um dieses Wissen praxisnah an seine Schüler weiterzugeben.
- Darüber hinaus ist er gelegentlich als Referent für Workshops an der ALP Dillingen tätig.
Workshop
Wie baut man eine leistungsfähige Objekterkennung von Grund auf? Der Workshop führt praxisnah durch den gesamten Lifecycle eines Computer-Vision-Projekts unter Verwendung der modernen YOLO-Architektur (You Only Look Once).
Der Weg führt von der Datenbeschaffung und dem Annotieren direkt zum Training des eigenen YOLO-Modells. Abschließend wird das Modell in eine Anwendung für Echtzeit-Vorhersagen integriert. Teilnehmer erhalten so einen kompakten Fahrplan, um Vision-Projekte „End-to-End“ umzusetzen.
Lernziele:
- Teilnehmende annotieren eigene Bilddaten und bereiten diese strukturiert für den Lernprozess vor.
- Teilnehmende nutzen Google Colab und das Ultralytics-Framework, um ein eigenes YOLO-Modell auf Basis ihrer Daten zu trainieren.
- Teilnehmende wenden den kompletten Workflow (Lifecycle) eines Computer-Vision-Projekts von der Datenbeschaffung bis zum fertigen Modell praktisch an.
- Teilnehmende führen Echtzeit-Vorhersagen (Inferenz) mit dem selbst trainierten Modell durch und validieren die Ergebnisse.
Inhalte:
- Arbeiten mit Jupyter Notebooks und Google Colab
- Überblick über das Ultralytics-Framework (YOLO)
- Erstellen eines Datensatzes: Annotieren von Bildern
- Durchführung des Trainingsprozesses in der Cloud
- Einfache Validierung und Test des trainierten Modells
Verwendete Werkzeuge und Hardware
- Google Colab: Cloud-Plattform zur Nutzung leistungsstarker GPU-Beschleuniger.
- Ultralytics YOLO: Modernstes Framework für hocheffiziente Echtzeit-Objekterkennung.
- Label Studio: Professionelles Open-Source-Tool zur präzisen Bild-Annotierung und Datensatz-Verwaltung.
- Jupyter Notebooks: Interaktive Entwicklungsumgebung für den transparenten Workflow.
- Python Ecosystem: Einsatz der führenden Programmiersprache für KI und Computer Vision.
Hinweis
Für die Teilnahme sind ein eigenes Notebook (BYOD) sowie ein Google-Konto zur Nutzung der Trainingsumgebung (Google Colab) erforderlich. Spezielle Programmierkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
Resilienz durch Energiemanagement mit Splunk: Visualisierung und Optimierung von Energiekosten, Energieeffizienz und CO2 Fussabdruck für Gebäude, Rechenzentren und Fabriken
Ewald Munz, Cisco Systems
- Head of Manufacturing, Automotive and Sustainability EMEA bei Splunk/Cisco
Ewald Munz ist ein Industrie-Experte mit mehr als 25 Jahren globalen Erfahrungen in technologiegestützter Geschäftstransformation und nachhaltiger Entwicklung bei großen, anlagenintensiven Unternehmen. Er hat erfolgreich digitale Lösungen und branchenspezifische Geschäftsmodelle im Millionen-Dollar-Bereich aufgebaut, skaliert und kommerzialisiert.
Bei Splunk, jetzt Teil von Cisco, leitet Ewald das Manufacturing und Automotive Segment in der EMEA Region. Dort verantwortet er die Branchenstrategie, die Go-to-Market-Umsetzung und die Koordination globaler, funktionsübergreifender Teams. Er unterstützt internationale Kunden dabei, Security und Observability Lösungen zu nutzen, um ihre digitale Resilienz zu stärken, die operative Effizienz zu steigern und Echtzeit-Visibilität über komplexe IT und OT Umgebungen zu schaffen.
Ewald ist außerdem ein Experte im Bereich industrielle Nachhaltigkeit und Energiemanagement. Er hat federführend das Nachhaltigkeitsangebot von Splunk initiiert, das Sustainability Toolkit entwickelt und branchenübergreifende Energiemanagement-Lösungen für Gebäude, Rechenzentren und Fabriken auf den Markt gebracht. Damit unterstützt er Unternehmen, wichtige KPIs wie Energiekosten, Energie-Effizienz und CO₂ Fußabdruck datenbasiert zu optimieren.
Lernziele:
- IT und OT Observability in der Praxis mit messbaren Ergebnissen – nicht nur Monitoring
- Konkrete Umsetzungen, z.B. Netzwerk Observability und Anwendung im Bereich Analyse von Stromverbrauch und Optimierung z.B. eines Schulgebäudes
- Lernen aus vielen erfolgreichen Praxisbeispielen
Spielerisch Programmieren lernen - Ergebnisse des Forschungsprojekts PRODUS
Prof. Dr. Jörg-Michael Keuntje, Hochschule Bielefeld (HSBI)
https://www.hsbi.de // https://www.hsbi.de/wirtschaft
- Prof. für Wirtschaftsinformatik, insb. Betriebssysteme, Netzwerke, IT-Sicherheit, Fachbereich Wirtschaft
André Matutat, M.Sc, Hochschule Bielefeld (HSBI)
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fachbereich Wirtschaft/ Fachbereich Campus Minden
Workshop
In dem Forschungsprojekt PRODUS haben wir spielerische Aufgaben entwickelt, die Schülerinnen und Schüler ohne, mit geringen und mit guten Vorkenntnissen Spaß am Programmieren vermitteln sollen. Schwerpunkt in dem Workshop sollen die Aufgaben für Menschen mit guten Vorkenntnissen sein.
Kern des Spiels ist ein "Dungeon", in dem der Held Aufgaben lösen muss, um den Weg zum Ausgang (der dann in das nächste Level führt) zu finden. Die Teilnehmenden programmieren jeweils den (Lösungs-)Weg und probieren ihre Lösung sofort in dem Dungeon aus. Die Aufgaben sind open source und können von allen Kolleginnen und Kollegen im Unterricht genutzt werden.
In dem Workshop wollen wir die Oberfläche der drei verschiedenen Anforderungsniveaus demonstrieren. Wer vorher die untenstehende Installationsanleitung befolgt hat, kann die Spiele auf dem eigenen Endgerät ausprobieren.
Die Aufgaben für Schülerinnen und Schüler ohne Programmiervorkenntnisse sind mit der Google-Blockly-Oberfläche realisiert. Dort werden puzzleartig verschiedene Bausteine zusammengesetzt, um ausführbaren Code zu erzeugen. Im einfachsten Fall (Level 1) muss der Held lediglich den Weg aus dem Dungeon finden und dabei einige Hindernisse umgehen. Die Schülerinnen und Schüler ordnen dazu die Blöcke für rechts, links, oben und unten in der richtigen Reihenfolge an und starten das Programm. Anschließend läuft der Held los und führt die definierten Schritte aus. Erreicht er die Tür, gelangt er direkt ins nächste Level. Schrittweise kommen weitere Programmierstrukturen wie If-Abfragen und Schleifen hinzu.
Personen mit geringen Vorkenntnissen programmieren die gleichen Aufgaben direkt in Java. Auch sie starten die Aktivitäten des Helden über einen Startknopf und können direkt in Dungeon verfolgen, ob ihre Lösung zum Ziel führt.
Für Schülerinnen und Schüler mir guten Vorkenntnissen haben wir anspruchsvolle Aufgaben, die direkt im dem Quellcode des Dungeon in Java ergänzt werden müssen. Auch diese können direkt ausgeführt und die Wirkung im Dungeon angeschaut werden.
Verwendete Werkzeuge und Hardware
Wer die Level auf seinem eigenen Endgerät direkt ausprobieren möchte, sollte der folgenden Installationsanleitung folgen:
- Es wird ein Laptop-Endgerät mit Windows, MacOS oder einen Linux-OS benötigt.
- Die Installationsanleitung, sowie alle benötigten Softwareprodukte wird hier zeitnah bereitgestellt.
Das Projekt PRODUS wird gefördert durch
Projektförderung
EFRE/JTF-Programm NRW – Pakt für Informatik
Förderkennzeichen: EFRE-20300105
Wie verarbeitet die KI meinen Prompt? Grundlagen der Verarbeitung
Thomas Kaltenbach, M.A. (Phil.), BFW Schömberg
https://www.bfw-schoemberg.de
- BFW Schömberg gGmbH: Berufliche Rehabilitation
- Seit 2016 beim Berufsförderungswerk Schömberg gGmbH
- Seit 2017 Netacad-Ausbilder mit CCNA-Zertifizierung
- Ausbildungsbereiche: Netzwerktechnik, aktive Verbindungs-Komponenten, IT Security, Systemtechnik, DevOps, KI
- LinkedIn: www.linkedin.com/in/thomas-kaltenbach-0a547726b
In dem Vortrag wird es darum gehen, die Logik der Verarbeitung einer Anfrage an KI-Systeme, Unabhängig von dem LLM-Modell, kennen zu lernen und den Vorgang zu visualisieren. Dies soll Auszubildenden helfen, das Prompting zu verbessern, denn Token = Abrechnungsgröße bei LLMs. So kann der Prompt optimalisiert werden. Denn Verständnis der Funktionen der Elemente der KI ist notwendig, um Weiterentwicklung und Sensibilisierung im Umgang zu trainieren.
Inhalte:
- Aufbau eines KI-Systems
- Neuronale Netze
- Tokenizer – der Übergang zur Verarbeitung in der KI
- Arbeit des Tokenizers
- Was sind Token?
- Was macht die KI mit den Token?
- Wie werden die Antworten der KI beeinflusst?
- Folgerungen für die Ausbildung
WLAN unter der Lupe: Schwachstellen bei WPA2 entdecken, Sicherheit stärken
Peter Botzenhart, ALP Dillingen
Zukunftsfähige IT- Bildung: Was fehlt, was wirkt, was bleibt?
Rainer Karcher, Anthea Wagner Stefanie Karcher, Heartprint GmbH
Rainer Karcher, Heartprint GmbH
Heartprint GmbH
- Gründer & Transformationsexperte der Heartprint GmbH
- Rainer Karcher verbindet knapp 30 Jahre IT-Erfahrung bei Unternehmen wie IBM, Siemens AG und Allianz Technology mit tiefem Fachwissen in digitaler Resilienz, Twin Transformation und ESG-Strategien. Als ehemaliger Global Director IT Sustainability bei Siemens und Chief Sustainability & Human Rights Officer bei Allianz Technology hat er unternehmensweite Transformationsstrategien entwickelt und Standards für nachhaltige IT mitgestaltet, u.a. bei der globalen NGO SustainableIT.org.
- Mit Heartprint macht er Konzern-Know-how für alle Organisationen nutzbar: pragmatisch, lösungsorientiert und mit echtem Impact.
Anthea Wagner, Heartprint GmbH
- Twin Transformation Expertin, Heartprint GmbH
- Anthea Wagner begleitet Organisationen dabei, Digitalisierung und Nachhaltigkeit als strategischen Wettbewerbsvorteil zu nutzen. Mit ihrem Hintergrund in Humangeographie analysiert sie die Wechselwirkungen zwischen Technologie, Mensch und Umwelt - und übersetzt komplexe Herausforderungen in messbare Lösungen.
- Ihr Ansatz: Twin Transformation nicht als Trade-off, sondern als Synergie gestalten, die Effizienz, Innovation und langfristige Resilienz stärkt.
Stefanie Karcher, Heartprint GmbH
- CFO & Expertin für Bildung, Finanzen & Transformation, Heartprint GmbH
- Stefanie Karcher verbindet bei Heartprint pädagogische Expertise mit strategischem Weitblick. Mit ihrem didaktischen Hintergrund fließt sie in die Gestaltung von Workshops und Lernformaten ein - für verständliche, wirksame und nachhaltig wirkende Bildungsangebote.
- Als Schnittstelle zwischen Wirtschaftlichkeit, Teamentwicklung und Kundenlösungen bringt sie genau das mit, was einen guten Workshop ausmacht: Struktur, Empathie und den Blick fürs Wesentliche.
Workshop
Nach dem Workshop haben die Teilnehmer:innen
- ein gemeinsames Verständnis davon, was „zukunftsfähige IT" im Bildungskontext konkret bedeutet – jenseits von Buzzwords
- ihren eigenen Status quo reflektiert: Wo stehen sie heute mit Blick auf Green IT, digitale Resilienz und nachhaltige IT-Kompetenz in ihrer Ausbildungspraxis?
- konkrete Lücken und Bedarfe identifiziert – sowohl inhaltlich (Was fehlt im Lehrplan?) als auch methodisch (Wie lässt sich das vermitteln?)
- erste handhabbare Ansätze mitgenommen, die sie unmittelbar in ihren eigenen Unterricht oder ihre Einrichtung übertragen können
- ein Netzwerk gestärkt durch den kollegialen Austausch im Workshop entsteht ein geteiltes Bild der Herausforderungen und Chancen
Thema & Motivation - Zukunftsfähige IT-Bildung geht weit über Green IT hinaus. Responsible AI, Digitale Barrierefreiheit, KI-Kompetenzen der nächsten Generation – diese Themen sind in der Praxis angekommen, aber in Lehrplänen und Ausbildungsrealität oft noch unterrepräsentiert. Dieser Workshop schafft einen ehrlichen Bestandsabgleich: Was leisten IT und Digitalisierung heute schon für Nachhaltigkeit? Was wissen und vermitteln Lehrende bereits? Und was braucht es wirklich, um echte Zukunftsfähigkeit zu lehren? Dabei rückt der Workshop bewusst auch die Kompetenzebene in den Blick: Denn Zukunftsfähigkeit zu vermitteln erfordert nicht nur fachliches Wissen sondern auch die Fähigkeit zur kritischen Reflexion, zur verständlichen Kommunikation komplexer Themen und zur kompetenten Moderation von Lernprozessen.
Anwendungskontext - Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte und Ausbilder:innen, die selbst gestalten wollen - nicht nur reagieren. Im Mittelpunkt steht der kollegiale Austausch über Bedarfe, Lücken und Potenziale in der eigenen Lehrpraxis.
Methode & Ablauf - Nach einem kurzen gemeinsamen Impuls im Plenum teilen sich die Teilnehmer:innen in zwei moderierte Gruppen à ca. 10 Personen auf. Jede Gruppe arbeitet mit Moderationskarten entlang von drei Clustern – direkt abgeleitet aus dem Workshoptitel:
- Was fehlt? – Welche Inhalte fehlen in Lehrplänen und Ausbildung? (Green IT, Responsible AI, Digitale Barrierefreiheit, KI-Zukunftskompetenzen – sowie die Fähigkeiten, diese Themen kritisch zu reflektieren, verständlich zu kommunizieren und in Lerngruppen zu moderieren)
- Was wirkt? – Welche Ansätze, Inhalte und Methoden funktionieren heute schon?
- Was bleibt? – Was muss langfristig verankert werden, damit IT-Ausbildung echte Zukunftsfähigkeit vermittelt?
Die Ergebnisse beider Gruppen werden anschließend zusammengeführt, verglichen und in gemeinsame Take-aways übersetzt. Den Abschluss bildet ein kurzer Ausblick: Wie kann NABIT >> die Lehrenden dabei unterstützen, identifizierte Lücken zu schließen?
Komplexität - Konzeptionell zugänglich, inhaltlich tiefgehend - keine technischen Vorkenntnisse erforderlich, aber Offenheit für strategisches und didaktisches Denken erwünscht.